Meissener Figuren

Figuren gehören zu den beliebtesten Meissner Sammlerobjekten. Oft erscheinen sie als Serien, wie beispielsweise die Affenkapelle oder die Hentschelkinder. Das macht den besonderen Reiz aus. Denn Ziel eines jeden Sammlers ist es wohl, eine solche Sammlung von Meissner Porzellan-Figuren zu vervollständigen.

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Meissener Porzellanfiguren

Kleine, dekorative Figuren erfreuten sich bereits vor der Herstellung der ersten Porzellanfiguren großer Beliebtheit. Damals wurden die Figuren aus Zucker oder Marzipan gefertigt und waren aufgrund ihres süßen Geschmacks nicht besonders langlebig. So war der Siegeszug der Porzellanfiguren praktisch vorprogrammiert.

Der Vater der Porzellanfiguren - Johann Joachim Kaendler

Im Alter von nur 27 Jahren wurde Johann Joachim Kaendler von August dem Starken als Modellierer in der Meissener Porzellanmanufaktur eingestellt. Neun Jahre später wurde ihm die Leitung der plastischen Formgestaltung übertragen. Kaendler war maßgeblich für den Erfolg des Meissener Porzellans verantwortlich und gilt auch heute noch als einer der bedeutendsten Porzellanmodelleure. Seine Figurenentwürfe, ganz im Stile des Rokoko gestaltet, werden teilweise bis in die heutige Zeit produziert. Nach 45 Jahren Tätigkeit in der Manufaktur verstarb Johann Joachim Kaendler schließlich in Meißen.

Gärtnerkinder

Mitte des 18. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der August der Starke viele prächtige Gartenanlagen entstehen ließ, entwarf Johann Joachim Kaendler die Gärtnerkinder. Diese Meissener Figuren zeigen Gärtner und Winzer bei der Gartenarbeit oder Weinernte. Kaendler konzipierte die Figuren als Paare, so hat jeder Knabe ein weibliches Gegenüber. Gemein ist allen Porzellanfiguren die enge Beziehung zur Natur, die sie ausstrahlen.

Figuren der Affenkapelle

Die Affenkapelle ist zur Blütezeit des Genres der „Singerien“ entstanden. Namensgebend ist dabei das französische Wort für Affe „singe“. Die Affen wurden in verschiedenen Kunstformen genutzt, um menschliche Eigenarten zur parodieren. Als Vorlage für Kaendlers Affenkapelle dienten die Zeichnungen von Christophe Huet. Dieser war der wohl bedeutendste Vertreter des Genres. Später wurden die Figuren der Affenkapelle in Zusammenarbeit mit Peter Reinicke überarbeitet. Kaendlers Meissener Figuren sind durch pompöse Kleidung und verschiedenste Instrumente geprägt.

Jahreszeitenfiguren

Inspiriert von Putten und Engelsfiguren entwarf Keandler 1765 die nackten Jahreszeitenkinder. Jede der vier Figuren trägt charakteristische Merkmale der jeweiligen Jahreszeit bei sich. Den Frühling erkennt man an dem Blumen streuenden Kind, der Sommer wird durch ein Bündel Ähren charakterisiert, der Herbst ist mit einer Weingirlande gekrönt und der Winter trägt einen Pelz.

Tierfiguren

Es gibt eine Menge Tierfiguren von Meissen, die neben Kaendler auch von anderen Modelleuren stammen. Meissener Tierfiguren sind besonders beliebte und auch ebenso dekorative Sammlerobjekte

 

Großer Putto / Engelsfigur aus der Meissen Knaufzeit

Abbildung: Großer Putto / Engelsfigur aus der Meissen Knaufzeit

Figurengruppe mit Kurfürst August dem Starken und Gräfin Cosel

Abbildung: Figurengruppe mit Kurfürst August dem Starken und Gräfin Cosel

Affe mit Trompete, Tierfigur aus der Affenkapelle

Abbildung: Affe mit Trompete, Tierfigur aus der Affenkapelle